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Flugbuch EASA konform führen

Wir alle sind ja der unbändigen Kreativität der Europäischen Flugsicherheitsagentur EASA ausgesetzt. Vielleicht liegt es daran, dass die Agentur ihren Sitz im närrischen Köln hat – vielleicht auch daran, dass andere Nationalitäten üblicherweise mehr Humor haben als die Deutschen. Jedenfalls denken sich die Damen und Herren dort permanent lustige Sachen aus, damit den Luftsportlern nicht langweilig wird.

Eine der neueren Ideen des närrischen Amts sind die Regelungen zur Führung von Flugbüchern. Jahrzehntelang haben wir Segelflieger so dicke rote oder blaue Flugbücher benutzt und da reingeschrieben, wann wir wieder eine Heldentat am Himmel vollbracht haben. Aaaaber: total illegal und mega unsicher. Da steht gar nicht genug drin. Damit die Flugsicherheit im Allgemeinen und der Seelenfrieden des Piloteurs im Besonderen aufrecht erhalten werden kann, müssen wir viel präziser aufschreiben, wann wir ein Luftfahrzeug wie und warum geführt haben.

Zu diesen neuen Regeln hab ich auf der Webseite meines Vereins schonmal ein paar Worte geschrieben, die helfen sollten, ein Flugbuch korrekt zu führen (Merke: nur durch korrekte Flugbuchführung entsteht wirkliche Flugsicherheit).

Seinerzeit hab ich mich auch auf die Suche nach Flugbüchern für Segelflieger begeben, die den neuen Anforderungen gerecht werden. Gar nicht so einfach. Denn es gab eigentlich nur

Ich hatte mir seinerzeit die beiden einfachen (aktuell €5,-) Modelle von Üli bestellt und sie in meinem damaligen Artikel als zweckmäßig aber in der „Verarbeitung jämmerlich“ beschrieben. Irgendwie verströmen die dieses „Hefte raus, wir schreiben ein Diktat“ Gefühl aus der Grundschule. Aber sie kosten halt auch nur nen Fünfer.

Üli hat jetzt nachgezogen und eine „De-Luxe“ Version des „jämmerlichen“ Flugbuchs aufgelegt, die ich seit ein paar Tage benutze. Für €11,90 gibt’s da nen Flugbuch, das in der Anmutung an die alten (von mir sehr geliebten) roten Flugbücher erinnert. Es hat ne praktische Lizenz-Lasche hinten drin. Ausserdem nen Gummiband, das den ganzen Kram zu hält, wenn man hinten die Lasche vollgestopft hat mit Lizenzen, Medical, ZÜP, Trainerschein und wasweißichsonstnoch (ich verspreche, ich melde mich bei der EASA mit der Bitte um Dokumentenvorschläge, wenn es in der Lasche zu leer wird).

Vorne steht sinnvollerweise nochmal drin, wie man eine Flugbuch im EASA-Zeitalter führen soll. Neu – und erstmal ungewohnt für Segelflieger – es gibt keine Nummernspalte mehr, in der die Nummerierung der Flüge mitgehalten wird. Sieht erstmal dämlich aus. Ist aber total sinnig. Denn wir dürfen jetzt – und das scheint mir der einzige Gewinn dieser EASA Regeln zu sein – Sammeleinträge schreiben. Hab ich für Schulung immer schon gemacht (vermutlich auch total illegal) – endet aber in einem alten Flugbuch in viel Krickelei. Denn die sind für Sammeleinträge (a la Bordbuch) gar nicht gemacht. Das entfällt jetzt alles und man hat unten auf der Seite eine entsprechend Summenzeile, in der auch die Gesamtzahl von Starts erfasst wird.

Alles in allem ein schönes Flugbuch zu nem fairen Preis. Und endlich isses nicht mehr „jämmerlich“ EASA konform Flugbuch zu führen. Hier noch ein paar Bilder:

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