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Wie man aus 0,3m/s 420km macht

Der Wetterbericht war gar nicht so schlecht. Ab in den Nordosten stand da im Prinzip. Gute Thermik – zumindest hier und da sollte es geben. Nun gut, also frisch ans Werk. Als Thomas uns um 12:00 hinter die Remo spannt ist der Himmel voll von AC und ganz im Süden sieht man die ersten TCU. Sieht so ein guter Tag aus?

Zur Sicherheit lassen wir von Thomas nicht ab, bis Wanlo unter uns liegt. Es ist 12:15, wir klinken und sinken. Am Kraftwerk kommen wir in ca 600m an. Es begrüßt uns mit viel Geblubber. Im Süden kann man die Front deutlich sehen. So hatten wir das nicht gebucht.

Bis 13:30 versuchen  wir es. Dormagen – Fortuna (das eigentlich Niederaussem heisst) – immer hin und her. Unter uns liegen 2 Kollegen im Acker. Max spricht aus, was wir beide denken: hat keinen Zweck. Heim wird schwierig genug werden. Bei Wanlo sehen wir beim Kreisen: das Sauerland baut endlich auf. Doch nochmal versuchen?

Warum nicht: wir sind wandersegler. Und plötzlich geht es richtig ab. Bis Plettenberg ohne viel Aufhebens. Ab dort wird’s zäh. Wir lotsen unseren Rückholer gen Kassel. Der steht aber noch vor Dortmund im Stau. Das Wetter baut ab nach Osten, die Wolken unzuverlässiger. Sontra  als Ziel? Geil wäre Jena, da fliegen zwei Kameraden aus den Verein.

Einstweilen mühen wir uns südlich Kassel an einem Sperrgebiet vorbei. Irgendwie geht es aber immer wieder weiter. Eisenach. Wir stimmen unseren Anhängermann auf Thüringen ein. Die Wolken vor lösen sich schneller auf, als wir hinkommen können. Mist. Der blöde Funk geht nicht mehr. Dumme Sache bei so einem großen Platz, wie Eisenach. Aber die Wartburg schickt einen kleinen Aufwind. Gotha kommt in Reichweite. Dort ist dann leider wirklich Schluss. Richtung Arnstadt stehen noch gute Wolken – leider zu weit für uns. Eine Aussenlandung wollen wir uns und unserem Verfolger nicht zumuten. Ein Flugzeug im Dunkeln  vom Feld holen ist kein Spaß.

Grillkommando in Gotha

Grillkommando in Gotha

Also Gotha. Gegen 18:30 schlagen wir dort ein. Der Platz ist total verwaist. Kein Mensch da. Ans Telefon geht auch niemand. Kaum eine Stunde später sind die Freunde aus Jena mit Bier und Grill zur Stelle. So überbrücken wir die Zeit bis Max mit dem Anhänger eintrifft. Um 21:00 dann schnell Max verpflegen, die DG verstauen und die 90km nach Jena auf der Straße zurücklegen. Hier kommen wir morgen sicher nach dem Wettbewerbsfeld in die Luft.
Erst müssen wir aber noch Ladegeräte bauen. Die Originale haben wir nämlich in Grefrath stehen lassen.

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