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Wieder in der Lausitz

Gestern Abend in der Fliegerkneipe in Aalen wurden die geplanten Strecken mit jeder neuen Modellrechnung der Meteorologen noch größer. Die Alb und der Schwarzwald waren hammermäßig vorhergesagt. Und generell fanden die Meteorlogen, dass man sich als Segelflieger in einem Streifen zwischen Schwarzwald und Danzig aufhalten solle.

Also gut. Wir sind Wandersegelflieger. Fliegen wir halt wieder in den Nordosten. Die gute Wettervorhersage hatte bereits gegen 8:30 die ersten Segelflugzeuge an die Startstelle gelockt. Das kenne ich von den französischen Alpenplätzen. Von der Logik her ist das dasselbe, wie das berühmte Handtuch auf der Liege. Gegen 10:00 standen da sicher schon 10 Segler und warteten auf den Schlepper. Dazu nochmal ein gute halbes Dutzend Eigenstarter. An einem Freitag!. Ich dachte immer, die Schwaben wären Musterschüler in Sachen Fleiß („schaffe, schaffe…“ Ihr wißt schon). Aber gut. Das gilt vielleicht nicht für Tage, an denen Hammerwetter angesagt ist.

Zu unserem Kestrel hat sich dann noch ein weiterer Kestrel gesellt, so dass wir die seltene Chance hatten, einmal zwei von denen zu photographieren.

Zwei Kestrel (wie ist eigentlich der Plural von Kestrel?) warten auf den Schlepper

Zwei Kestrel (wie ist eigentlich der Plural von Kestrel?) warten auf den Schlepper

Kurz nach 11:00 bin ich los. Ziel: unklar, grobe Richtung Berlin. Eigentlich wollte ich nordwestlich um Nürnberg rum – wegen der geringeren Luftraumbelastung. Leider stellte sich vor Nürnberg heraus, dass der ganze Nordwesten noch blau war. Also gut, dann durchjonglieren durch das Luftraumwirrwarr südöstlich. Leider kam zu der geringen Manöverbreite dann auch noch eher widerwillige Thermik. Die Umschiffung von Nürnberg hat mich echt Nerven und Zeit gekostet. Ab Bayreuth sah’s wieder ganz gut aus. Leider sah’s besser aus, als es wirklich war. Bis Zwickau hab ich mich ziemlich abgemüht. Ab da wurd’s mit jedem Kilometer wieder besser und östlich Leipzig wurde es sogar richtig gut. Vorbei an Riesa-Canitz mit seinem Wettbewerb hab ich mal auf Finsterwalde zugehalten. Kurz vor’m Platz hat mich dann aber noch ein fetter Bart angesprungen. Also gut, dann eben Bronkow. Gegen 18:00 bin ich dann in Bronkow geackert.

Bis auf einen netten Camper, der mich aus der Bahn gezerrt hat, kein Mensch da. Aber da war noch einer der die Wiese schnitt. Und der hatte ne Nummer. Die von Steffen. Und der hat sich wirklich wahnsinnig bemüht, dass uns jemand das Vereinsheim aufschließt und wir für die Nacht unterkommen können. Dafür nochmal vielen Dank.

Morgen schaumerma. Wettervorhersage ist nicht allzu optimistisch. Vielleicht muß der Daimler wieder ran.

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