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Fliegen am 14.10

Malte und ich waren am 14.10 mal wieder fliegen. Samstag hatte ich Bruno geholfen, seinen Garten mit Holzhäusern voll zu stellen. Das Wetter am Wochenende war ganz gut (für Oktober). An Thermik war aber selbst für Bussarde kaum zu denken. p1020634.jpgDer Morgen begann zunächst mit dem Bekleben unseres Twin III. Silke wollte für eine Physik-Hausarbeit etwas über Strömungen und Strömungsabrisse an Flügeln schreiben. Also wurde der rechte Flügel des Twin III mit zig roten Wollfäden beklebt. Aufgenommen wurden die Experimente von eine Kamera am Höhenleitwerk, einer Kamera auf dem Instrumentenpilz des hinteren Sitzes und einer Kamera, die Silke hinten sitzend aus der Hand geführt hat. Die Rohaufnahmen sahen schon sehr verheißungsvoll aus. Mal sehen, wie das fertige Resultat so rüberkommt.

Alles in allem hatten wir einen enormen Flugzeugpark draussen- vor allem , wenn manMalte und ich im Landeanflug bedenkt, daß der Wetterbericht von geringer Thermik (zwischen 13:00 und ca. 16:30) sprach. Neben 5 Vereinsflugzeugen und 2 Flugzeugen der Brüggener hatten wir auch noch satte 3 Privatflugzeuge draussen. Die Auswahl war also groß und viele Flugzeuge Volker in seinem Kestrelhaben nur sehr wenige Starts gemacht an dem Tag. Sehr schön war aber, daß Volker (endlich) mal seinen Kestrel herausgeholt hat. Für mich eines der schönsten Segelflugzeuge überhaupt. Wenn man bedenkt, wie modern dieser gut 40 Jahre alte Entwurf ist, ist es schon unfaßlich, was Eugen Hähnle für ein begabter Flugzeugbauer war. Schade, daß er so früh den Fliegertot gestorben ist. Auch die Verarbeitungsqualität ist unglaublich. Dem Lack an Volkers Kestrel sieht man an keiner Stelle an, daß er bereits seit 1974 auf dem Flugzeug ist.p1020639.jpg

Malte hat angefangen, sich in den Flugbetrieb einzuleben und seine ersten Trecker-Einweisungen bekommen. Sogar Seile hat er schon ausgezogen. Wir beiden sind dann auch eine Runde geflogen. Da er ja noch keine 14 ist und nicht Schulen darf, habe ich ihn hinten in die ASK 21 gesetzt und wir sind per F-Schlepp auf 650m. Von dort hat er dann seine Versuche weiter geführt, ein Flugzeug mit gleichbleibenden Geschwindigkeit zu fliegen. Geradeaus klappt das schon wirklich gut. Die Kurven stellen noch eine gewisse Herausforderung dar. Insbesondere Fahrthalten in der Kurve ist nicht so einfach. Zumal er vom hinteren Sitz aus natürlich auch ein Scheiß Horizontbild hat.

Gegen mittag sind Tanja, JürgenJürgen landet, Renate und Rainer auf den Flugplatz gekommen, um einen Fallschirmsprung zu machen (bzw. dabei zu zu sehen). Mit dem üblichen spitzen Schreien sind sie dann vom Himmel gefallen und wohlbehalten in Grefrath aufgeschlagen. Dabei habe ich dann gelernt, daß die spitzen Schreie, die mich auch schon beim Windefahren überrascht hatten, gar nicht immer von den Passagieren kommen. Mindestens einer der Tandemmaster hat die Eigenschaft auch herum zu quieken. Naja, gefallen hat sowohl Jürgen als auch Renate.

Nachmittags bin ich dann noch zu meinem ersten Flug in einem RennklasseflugzeugIch im Ventus gekommen. Michi hat mich in unseren Ventus 2 eingewiesen und ich habe dann einen Rockefellerschlepp auf 1000m gemacht und bin von da erstmal 500m durch die tote Luft oberhalb der Inversion geglitten und habe mich mit der Klappenverstellerei vertraut gemacht. Unterhalb der Inversion ging es ein klein wenig – gerade so vermindertes Sinken, so daß am Ende fast 30min Flugzeit herauskamen. Martin (K-Man) hat mich dabei beim Landen fotografiert. Fliegt wirklich schön so ein Ventus – all das, was ich früher am Cirrus 75 so geliebt habe, hat der Ventus auch – die Wendigkeit und die Direktheit, mit der sich jede Luftbewegung auf das Flugzeug überträgt.D-OSLO rüstet auf

Gegen Abend bekamen wir dann noch Besuch vom altbekannten D-OSLO, dem bunten Ballon. Mit ihm im Hintergrund sind ein paar schöne Bilder entstanden. Den Tagesabschluß markierte dann eine Upside DownRunde Kunstflug mit Michi. Nach einem Mega-Rockefeller-Schlepp auf 1400m ging es dann über Schloß Krickenbeck zur Sache. Ich habe verzfeifelt versucht, meine Arme ruhig zu halten, um ein paar schöne Bilder hin zu bekommen. Leider ging das nicht immer :-). Dennoch sind ein paar sehr schöne Schnappschüsse herausgekommen. Nach einem doch etwas zu langen Flugtag haben wir dann bis in die Dunkelheit hinein eingeräumt.

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3 Comments

  1. edlf

    Hallo Torsten,

    schönen Blog hast Du da angelegt. Besonders die Fotos gefallen mir 😉 OK, Eigenlob stinkt, aber Du hast die Bilder echt schön eingebunden. Die beiden von Dir gewünschten Fotos in höherer Auflösung sind unterwegs…

    Ich werde hier mit Begeisterung weiterlesen…

    Gruß,
    Martin „K-Man“ Kramer

  2. torstenbeyer

    Hi Martin,

    danke für das Lob – Dein Blog hat mich ja auch dazu angeregt. Nochmals Dank für Deine Bilder. Ich finde aber auch ein paar von meinen Bildern ganz gelungen – nicht so schön, wie Deine, aber ich lerne ja auch noch 🙂

    bis denne

    Torsten

  3. edlf

    Hallo Torsten,

    deine Bilder sind doch klasse, brauchst Dich gar nicht unter den Scheffel stellen. Den Unterschied zwischen einem guten Bild und einem „so la la“ Foto macht, meiner Meinung nach, das fotografische Auge aus. Damit meine ich, dass ein interessantes Bild „arrangiert“ wird. Zum Beispiel Dein Foto mit dem Segler und dem Ballon…da ist Leben im Bild. Oftmals haben solche Foto viel mehr Charme als die ganzen uniformen Fotos, die man in den gängigen Flugzeugbilderdatenbanken findet…insofern: Klasse Bilder und gerne mehr davon…

    Gruß,
    Martin

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